Gleitsichtgläser sind moderne Brillengläser zur Korrektur von Alterssichtigkeit (Presbyopie).
Bei den älteren Mehrstärkengläsern (Bifokal- bzw. Trifokalgläser) wird eine spezielle Fläche für den Nahbereich eingeschliffen und bei Bedarf eine weitere für die mittlere Entfernung. Der Vorteil: Lästiges Brillenwechseln
oder der Blick über den Brillenrand entfallen. Im Gegensatz zu Gleitsichtgläsern besteht jedoch eine sichtbare Trennlinie zwischen den einzelnen Sehbereichen.
Gleitsichtgläser sind für ein optimales Sehen von Nah bis Fern entwickelt worden, sie sind in drei stufenlos angeordnete Zonen aufgeteilt:
Fernsicht im oberen Bereich, Zwischenentfernungen und Nahsicht unten.
Die Brechkraft zwischen diesen Bereichen ändert sich fliessend. Ein "Sprung" wie bei den Bifokal- oder Trifokalbrillen ist hier nicht zu sehen.
Der gleitende Übergang zwischen den Stärken wird oft angenehmer empfunden als der harte bei Bifokal- oder Trifokalbrillen.
Die meisten Menschen kommen spontan gut mit Gleitsichtgläsern zurecht. Es ist oft aber eine Eingewöhnungszeit (von wenigen Tagen bis zu etwa sechs Wochen) nötig, in der die Gleitsichtbrille täglich länger getragen werden sollte.
Anfängliche Probleme sind häufig:
Die Sehbereiche für Ferne und Nähe sind kleiner als bei einer reinen Fern- oder Nahbrille.
Linien und Kanten können verzerrt erscheinen.
Bei manchen Menschen entsteht der Eindruck, der Boden sei gewölbt (Schaukeleffekt).
Das Schätzen von Entfernungen kann während der Eingewöhnungsphase erschwert sein (Vorsicht beim Autofahren).
Aufbau